Leistungsnachweise in der praxisintegrierten Ausbildung für das Fach „Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ im dritten Ausbildungsjahr

Am Ende des dritten Ausbildungsjahres erstellt die jeweilige Praxislehrkraft eine Note für das Fach „Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe“.

Die Praxisnote besteht aus der Bewertung folgender Arbeiten:

  • ein Projekt, das folgende Aspekte umfasst:
    • eine theoretisch vertiefte Planung
    • eine schriftliche Dokumentation
    • Schriftliche Planung, praktische Durchführung und Reflexionsgespräch zweier Arbeitsproben

In die Praxisnote fließen außerdem ein:

  • der Verlauf der Praxiszeit, insbesondere die Entwicklung der Studierenden in der Praxis, so wie diese der Praxislehrkraft in den begleitenden Besuchen und in den Praxis-Gesprächen deutlich wird
  • das Gutachten der Einrichtung/Praxisanleitung über den Praxisanteil der Ausbildung

Die Praxisnote des dritten Ausbildungsjahres wird mit den Noten des ersten und zweiten Ausbildungsjahres kumuliert. Daraus ergibt sich die Vornote für das Kolloquium.

Die folgenden Hinweise und Bewertungskriterien sollen den Studierenden beim Erstellen der oben genannten Arbeiten sowie der Vorbereitung zur fachpraktischen Prüfung (Kolloquium) am Ende des dritten Ausbildungsjahres helfen. Außerdem sollen sie den Praxisanleitungen die Möglichkeit geben, die Studierenden bei diesen Arbeiten zu beraten und zu begleiten.

Bei allen schriftlichen Arbeiten sind die Anforderungen an Form und Gestaltung von Hausarbeiten (siehe Info-Mappe) zu berücksichtigen.

1. Abschlussarbeit

Die Studierenden entwickeln ein fach- und praxisbezogenes Projekt und führen dieses an ihrer Praxisstelle durch. Das Thema des Projektes soll sich aus den Bedürfnissen, Bedarfen und Wünschen der Klienten ergeben und wird mit der Anleitung sowie der Praxislehrkraft abgestimmt.
Bei der Formulierung des Themas wird der Fachbezug hergestellt und kann ggf. als Untertitel der Projektarbeit formuliert werden.
Bei der Abschlussarbeit soll gezeigt werden, dass die Studierenden ihre berufliche Handlungskompetenz weitgehend entwickelt haben und dass sie ihr Handeln begründen können. Dies gilt nicht nur im Zusammenhang mit der eigenen Praxis, sondern auch im Zusammenhang mit ver-schiedenen Konzepten und Theorien der jeweiligen Fachrichtung.
Schon bei der Vorbereitung ist der Datenschutz zu beachten. Alle personenbezogenen Daten (Namen, Orte, Jahreszahlen usw.) sind unbedingt zu verschlüsseln. Personen, die im Zusammenhang mit dieser Arbeit stehen und ggf. ihre gesetzliche Vertretung, müssen über die Arbeit informiert und damit einverstanden sein. Alle Beteiligten müssen die Möglichkeit haben, ihre Zustimmung zur Teilnahme jederzeit zu widerrufen.

Bei der praktischen Durchführung ist Folgendes zu beachten:

  • Das Projekt soll sich nicht auf eine einmalige Situation begrenzen, sondern so gestaltet sein, dass die Durchführung einen längeren Zeitraum mit regelmäßigen Terminen beansprucht (mindestens vier Monate).
  • Das Projekt muss in einem deutlichen Zusammenhang mit dem Lebens- und Arbeitsalltag aller beteiligten Personen stehen.
  • Die Studierenden übernehmen die Koordination, die Gestaltung und die evtl. notwendige Anleitung.
  • Die Durchführung muss nicht ausschließlich durch die Studierenden geschehen. Das Team kann einbezogen werden.
  • Die Studierenden können im Bereich des Projektes Führungsaufgaben übernehmen und Tätigkeiten delegieren.
  • Eine regelmäßige Information des Teams über das Projekt ist notwendig.
  • Eine regelmäßige Reflexion des Projektes (mindestens mit der Anleitung, besser mit dem gesamten Team) ist notwendig.

Bei der schriftlichen Konzeption ist Folgendes zu beachten:

  • Das Thema der Projektarbeit soll sich aus den Bedürfnissen, Voraussetzungen, Möglichkeiten, Anforderungen und Aufgabenstellungen der Praxis ergeben.
  • Bedürfnisse, Voraussetzungen, Möglichkeiten, Anforderungen und Aufgabenstellungen der Praxis sollen erkannt, analysiert, strukturiert und beurteilt werden.
  • Aus den sich daraus entwickelnden Fragestellungen wird eine ausgewählt, die die Grundlage des Projektes darstellt.
  • Zu dieser Fragestellung werden Lösungen auf Grundlage eines stimmigen fachlichen Hintergrundes entwickelt und dargestellt.
  • Die gesamte Konzeption muss zielgerichtet, in allen Teilen begründet und übertragbar (auch in andere Bereiche, auf ein anderes Klientel, für andere HEPs, auf andere Situationen) sein.
  • Zitate müssen korrekt als solche kenntlich gemacht und die Quellen angegeben werden.
  • Ein Quellenverzeichnis wird der Arbeit angehängt (vgl. Hinweis „Zitieren“).
  • Bei der Gestaltung sind die formalen Anforderungen zu beachten (Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen, korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung, saubere Form).
  • Die Arbeit muss mit dem Computer geschrieben sein. Schrift: entweder ‚Times New Roman’ oder ‚Arial’. Schriftgröße 12, Zeilenabstand: 1,5 Zeilen. (Die normale Einstellung ist einzeilig).
  • Der Umfang der Arbeit ist von der Art des Projektes abhängig, wird sich in der Regel aber im Rahmen von 20-30 Seiten bewegen.
  • Die Arbeit muss gebunden (Spiralbindung, Soft- oder Hardcover) und in zweifacher Ausfertigung abgegeben werden. Mindestens ein Exemplar wird nach der Bewertung zurückgegeben. Ein Exemplar, das mit „sehr gut“ oder „gut“ bewerteten wurde, wird in die Bibliothek des Ita Wegman Berufskollegs aufgenommen.

Struktur für die Konzeption und Dokumentation eines Projektes

  1. Einleitung
    In der Einleitung geht es zum einen um die Beschreibung der Rahmenbedingungen und des Gesamtzusammenhangs. Dazu gehört es die Einrichtung und deren Auftrag kurz zu beschreiben sowie Angaben zum Berufsbild Heilerziehungspfleger/Heilerziehungspflegerin in dieser Einrichtung zu machen. Zum anderen wird in der Einleitung das Thema des Projekts benannt. Dabei sind die beteiligten Personen, Ort der Durchführung und geplanter Zeitraum zu benennen. Abschließend wird in der Einleitung die Struktur der folgenden schriftlichen Planung beschrieben.
  2. Analyse
    In der Analyse geht es darum, eine bestimmte Situation zu untersuchen, um eine Grundlage für alle Schritte der Projektarbeit zu haben. Die Ziele, die konkreten Planungen und Umsetzungen müssen mit den in der Analyse gewonnenen Erkenntnissen begründet werden. Bei der Analyse ist es wichtig neben den Klienten mit ihren Fähigkeiten und Ressourcen, deren Bedarfen (= Notwendigkeiten) und Bedürfnissen (= Wünsche, Hoffnungen, Ängste ...) auch die Perspektive und äußeren Bedingungen (z.B. Räumlichkeiten, Finanzen, Zeitrahmen, personelle Besetzung usw.) der Einrichtung dazustellen. Ebenso werden die eigene Situation, die eigenen Fähigkeiten und Mög-lichkeiten im Bezug auf die Projektarbeit analysiert.
  3. Fachliche Vertiefung
    Die fachliche Vertiefung dient dazu, sich wissenschaftlich dem Thema zu nähern. Dies geschieht in der Auseinandersetzung mit theoretischen Konzepten, einschlägiger Literatur, Fachartikeln, Skripten und den wichtigsten Fachvertretern.
    Es wird klar begründet, warum die Ideen, Theorien oder Umsetzungsbeispiele der Quellen übernommen wurden. Dabei ist es wichtig kritisch zu sein, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln und diesen darzustellen. Auch wird die heilerziehungspflegerische Bedeutung dieses Projekts herausgestellt.
  4. Zielsetzung
    Aus der Analyse und der fachlichen Vertiefung ergibt sich, welches Ergebnis am Ende des Projektarbeitsprozesses stehen soll.
    Daraus ergibt sich für die Zielsetzung im ersten Schritt eine Formulierung von Zielen durch den/die Klienten oder falls dies nicht eigenständig möglich ist, eine professionelle und gut begründete Interpretation der in der Analyse und der theoretischen Auseinandersetzung gewonnenen Erkenntnisse. In einem zweiten Schritt werden Ziele des/der Studierenden für die eigene berufsbezogene Entwicklung formuliert.
    Bei der Formulierung von Zielen ist es sinnvoll sich an den SMART-Kriterien zu orientieren:

    • S: Die Ziele werden spezifisch für das Klientel formuliert.
    • M: Die Ziele sind messbar. (D.h. hier werden Überprüfungskriterien formuliert)
    • A: Die Ziele sind für das Klientel attraktiv.
    • R: Die Ziele sind realistisch.
    • T: Die Ziele sind terminiert. (D.h. der Zeitraum ist überschaubar und wird durch die Formulierung von Fern- und Nahzielen differenziert.)
  5. Gesamtplanung des Projektes
    Mit der Planung schaffen alle beteiligten Personen gemeinsam den Rahmen, um die zuvor erstellten Ziele umsetzen zu können. Die Planung bezieht sich auf den gesamten zu planenden Zeitraum und auf alle für die Umsetzung notwendigen Bereiche. Im Rahmen der Planung wird das Vorgehen basierend auf den Ergebnissen der Analyse, der fachlichen Auseinandersetzung und der Zielformulierung klar begründet.
    In der Gesamtplanung werden sowohl die zeitliche Struktur des Projekts als auch materielle, finanzielle, räumliche und personelle Ressourcen benannt. Neben der Gesamtplanung wird der Projektverlauf im Überblick dargestellt. Hierzu gehören der Anfang, Umsetzungsbeispiele, besondere Situationen, eventuelle Änderungen, Zwischenergebnisse sowie der Abschluss des Projektes.
  6. Reflexion des Projektes
    In der Reflexion geht es darum, noch einmal auf den gesamten Projektprozess zurück zu schauen. Dabei werden die formulierten Ziele sowie die Stimmigkeit des Themas in Bezug auf diese überprüft und ausgewertet. Außerdem wird der individuelle Entwicklungsprozess, -stand und -bedarf des/der Studierenden thematisiert. Auch können hier wichtige, berührende oder schwierige Momente während des Projekts hervorgehoben werden. Das Einbeziehen und Analysieren anderer Sichtweisen ist erwünscht.
  7. Fazit
    Hier wird die Frage geklärt, was die Durchführung des Projekts bei allen Beteiligten bewirkt hat und in welchen Bereichen andere Personen davon profitieren können. Ebenfalls kann der Bezug zum Berufsbild der Heilerziehungspflegerin/des Heilerziehungspflegers hergestellt werden.
  8. Quellenangaben

Bewertungskriterien für die Abschlussarbeit

Gesamt100 Punkte
Kriteriummax. Punkte
Form und Gestaltung5
Detaillierte und ganzheitliche Analyse20
Begründete und personenzentrierte Zielsetzung15
Vollständige Planung, übersichtlicher Ablauf und „roter Faden“15
Umfassende und kritische Reflexion15
Fachliche Vertiefung des Themas und kritische Auseinandersetzung mit der Theorie15
Korrekte Kennzeichnung von Zitaten und Textausschnitten, deutliche Unterscheidung zwischen selbstentwickelten und übernommenen Gedanken10
Angemessenheit des Angebots im Hinblick auf Originalität und Mut zu unkonventionellen Fragen5

Bewertungsschlüssel

Erreichte Punkte von 100Zensur
98-100Sehr gut +
94- 97Sehr gut
91-93Sehr gut -
88-90Gut +
80-87Gut
77-79Gut -
74-76Befriedigend +
66-73Befriedigend
62-65Befriedigend -
59-61Ausreichend +
49-58Ausreichend
46-48Ausreichend-
42-45Mangelhaft +
28-41Mangelhaft
23-27Mangelhaft -
0-22Ungenügend
2. Die Arbeitsprobe: Ermöglichend und unterstützend planen und handeln

Die Arbeitsproben im Rahmen der praxisintegrierten Ausbildung finden in unterschiedlichen Zusammenhängen statt: Im dritten Jahr stehen die zwei Arbeitsproben im Zusammenhang mit dem eigenen Projekt.
Eine Arbeitsprobe besteht grundsätzlich aus einer schriftlichen Planung, aus der praktischen Durchführung und einem Reflexionsgespräch.
In der Arbeitsprobe soll deutlich werden, dass das Schaffen von Möglichkeiten und die Unterstützung bei der Verwirklichung von Bedürfnissen und Wünschen des/der Klienten im Vordergrund der heilerziehungspflegerischen Arbeit stehen. Die schriftliche Planung und Begründung der Vorgehensweise sowie die Zielformulierung sind in diesem Sinne zu gestalten.
Bei der Durchführung wird häufig deutlich, dass die Begegnung und Beziehungsgestaltung mit Menschen immer nur bedingt planbar ist. Oft laufen vorher genau geplante Situationen ganz anders ab. Häufig kommen Störungen vor, mit denen niemand gerechnet hat. Diese Unwägbarkeiten sind wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern. Deshalb sollte eine innere Grundhaltung ausgebildet werden, die jedes Geschehen so akzeptiert, wie es geschieht. Aus einer solchen gelassenen Akzeptanz heraus wächst die Fähigkeit, geistesgegenwärtig zu handeln, das bedeutet sinnvoll zu improvisieren, intuitiv und inspirativ an-gemessen zu agieren.

An der Arbeitsprobe nehmen die Praxislehrkraft und die Praxisanleitung teil. Im Anschluss an die Arbeitsprobe findet in dieser Zusammensetzung ein Reflexionsgespräch statt.

Der Datenschutz ist zu beachten! Alle personenbezogenen Daten (Namen, Orte, Jahreszahlen usw.) sind unbedingt zu verschlüsseln! Die beteiligten Personen haben die Möglichkeit, ihre Zu-stimmung zur Teilnahme jederzeit zu widerrufen.

Der Umfang der schriftlichen Planung beträgt 6-10 Seiten.

Die schriftliche Planung wird der Praxislehrkraft und der Praxisanleitung rechtzeitig vor der praktischen Durchführung vorgelegt. Ein genauer Abgabetermin wird mit der Praxislehrkraft besprochen.
Struktur der schriftlichen Planung

  1. Einleitung
    In der Einleitung geht es zum einen um die Beschreibung der Rahmenbedingungen und des Ge-samtzusammenhangs. Dazu gehört es die Einrichtung und deren Auftrag kurz zu beschreiben sowie Angaben zum Berufsbild Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger in dieser Einrichtung zu machen.
    Zum anderen wird in der Einleitung das Thema der Arbeitsprobe benannt. Dabei sind die beteiligten Personen, Ort der Durchführung, Wochentag, Datum und geplanter Zeitraum zu benennen.
    Abschließend wird in der Einleitung die Struktur der folgenden schriftlichen Planung beschrieben.
  2. Analyse
    In der Analyse geht es darum, eine bestimmte Situation zu untersuchen, um eine Grundlage für alle Schritte der Arbeitsprobe zu haben. Die Ziele, die konkreten Planungen und Umsetzungen müssen mit den in der Analyse gewonnenen Erkenntnissen begründet werden. Bei der Analyse ist es wichtig, neben den Klienten mit ihren Fähigkeiten und Ressourcen, deren Bedarfen (= Notwendigkeiten) und Bedürfnissen (= Wünsche, Hoffnungen, Ängste ...) auch die Perspektiven und äußeren Bedingungen (z.B. Räumlichkeiten, Finanzen, Zeitrahmen, personelle Besetzung usw.) der Einrichtung darzustellen. Ebenso werden die eigene Situation, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten in Bezug auf die Arbeitsprobenthematik sowie die eigene Professionalität analysiert.
  3. Zielsetzung
    Aus der Analyse ergibt sich, welches Ergebnis am Ende des Arbeitsprobenprozesses stehen soll. Daraus ergibt sich für die Zielsetzung im ersten Schritt eine Formulierung von Zielen durch den Klienten bzw. falls der Klient dies nicht will oder kann eine Formulierung von Hypothesen durch die Heilerziehungspflegerin/den Heilerziehungspfleger. Diese Hypothesen müssen aus der Analyse heraus gut und genau begründet werden. In einem zweiten Schritt werden Ziele der/des Studierenden für die eigene berufsbezogene Entwicklung formuliert.
    Bei der Formulierung von Zielen ist es sinnvoll sich an den SMART-Kriterien zu orientieren:

    • S: Die Ziele werden spezifisch für das Klientel formuliert.
    • M: Die Ziele sind messbar. (D.h. hier werden Überprüfungskriterien formuliert)
    • A: Die Ziele sind für das Klientel attraktiv.
    • R: Die Ziele sind realistisch.
    • T: Die Ziele sind terminiert. (D.h. der Zeitraum ist überschaubar und wird durch die Formu-lierung von Fern- und Nahzielen differenziert.)
  4. Planung
    Mit der Planung schaffen alle beteiligten Personen gemeinsam einen Rahmen, um die zuvor erstellten Ziele umsetzen zu können. Die Planung bezieht sich auf den gesamten zu planenden Zeitraum und auf alle für die Umsetzung notwendigen Bereiche. Im Rahmen der Planung wird das Vorgehen basierend auf den Ergebnissen der Analyse und der Zielformulierung klar begründet.
    Es werden zwei Schwerpunktbereiche unterschieden: die vorbereitende Planung und der konkrete Ablauf der Arbeitsprobe.
    In der vorbereitenden Planung werden sowohl die zeitliche Struktur der Gesamtplanung als auch das Material, die Finanzierung, räumliche und personelle Ressourcen benannt bzw. organisiert.
    Im Ablauf geht es darum, die praktische Durchführung der Arbeitsprobe so kleinschrittig wie möglich zu beschreiben. Hierbei werden folgende Aspekte berücksichtigt: Zeit, Material, beteiligte Per-sonen, Handlungsschritte, Kommunikationsform und -inhalt, mögliche Abweichungen sowie alternative Handlungsmöglichkeiten. Für die Darstellung des Ablaufes bietet sich eine Tabelle an.
    Bei der Planung wird außerdem überlegt, wie die Auswertung der Handlung und die Reflexion des ganzen Prozesses aussehen sollen.
  5. Vorplanung des Reflexionsgesprächs
    In der Reflexion geht es darum, noch einmal auf den gesamten Arbeitsprobenprozess zurückzuschauen. Dabei werden die formulierten Ziele sowie die Stimmigkeit des Themas in Bezug auf diese überprüft und ausgewertet. Außerdem wird der individuelle Entwicklungsprozess, -stand und -bedarf der/des Studierenden thematisiert. Für die Vorplanung des Reflexionsgespräches ist es notwendig Reflexionsfragen zu entwickeln, die das eigene Verhalten im Rahmen der praktischen Durchführung, besondere Situationen, kritische Momente und Kompetenzen thematisieren.

Bewertungskriterien für die Abschlussarbeit

Bewertet werden:
a) die schriftliche Planung:

Gesamt100 Punkte
Kriteriummax. Punkte
Form und Gestaltung5
Vollständigkeit und Schlüssigkeit der gesamten Planung der Arbeitsprobe (Struktur und „roter Faden“)10
Konkrete Einleitung10
Detaillierte und ganzheitliche Analyse20
Begründete und gründliche Zielsetzung20
Umfassende Durchführungsplanung und detaillierter Ablauf15
Ausführliche Vorbereitung des Reflexionsgesprächs10
Angemessenheit des Angebots im Hinblick auf Bedarfe/Bedürfnisse des/der Klienten (Komplexität und Differenziertheit)10

Bewertungsschlüssel

Erreichte Punkte von 100Zensur
98-100Sehr gut +
94- 97Sehr gut
91-93Sehr gut -
88-90Gut +
80-87Gut
77-79Gut -
74-76Befriedigend +
66-73Befriedigend
62-65Befriedigend -
59-61Ausreichend +
49-58Ausreichend
46-48Ausreichend-
42-45Mangelhaft +
28-41Mangelhaft
23-27Mangelhaft -
0-22Ungenügend

b) die Durchführung

Es geht bei der Durchführung nichtdarum, ein Geschehen exakt nach Plan ablaufen zu lassen. Jedoch wird in jedem Handlungsschritt die professionelle und dem Ausbildungsstand angemessene Haltung deutlich. Dazu gehören zum Beispiel: Zeitmanagement, Planungssicherheit, Kommunikationsverhalten, Beziehungsgestaltung und Authentizität.
Die Durchführung wird im Anschluss an das Reflexionsgespräch von der/dem Studierenden, der Anleitung und der Praxislehrkraft beurteilt. Die Praxislehrkraft erstellt daraus die Note.

c) die Reflexion

In der Reflexion geht es darum, sich das Geschehen noch einmal zu vergegenwärtigen, die eigenen Wahrnehmungen und Gefühle zu formulieren, die Situation im Hinblick auf alle Beteiligten zu analysieren und ein in die Zukunft weisendes Fazit zu ziehen.
Bewertungskriterien sind Vollständigkeit und Selbständigkeit der Reflexion sowie die Fähigkeit, Anregungen und (positive und negative) Kritik der Anleitung und der Praxislehrkraft aufzunehmen und zu verwerten.
Die Reflexion wird abschließend von der oder dem Studierenden, der Anleitung und der Praxislehrkraft beurteilt. Die Praxislehrkraft erstellt daraus die Note.

Gesamtnote

Die Gesamtnote ergibt sich in der Regel aus dem arithmetischen Mittel der Ergebnisse von schriftlicher Planung, praktischer Durchführung und Reflexionsgespräch. Im Einzelfall kann eine herausragende Leistung (sowohl positiv als auch negativ) in einem der drei Bereiche bei der Gesamtnote besonders berücksichtigt werden. Dies liegt im Ermessen der Praxislehrkraft.

3. Hinweise zum Zitieren

Bei jedem geschriebenen Text muss deutlich gemacht werden, wenn fremdes Gedankengut übernommen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Text oder ein Textausschnitt wörtlich übernommen wird oder sinngemäß. Auch bei paraphrasierten, d.h. zusammengefassten Texten muss die Quelle angegeben werden. Das gilt für alle wiedergegebenen Gedanken. Die Wiedergabe von fremdem Gedankengut ohne Angabe der Quelle ist ein Plagiat und führt in der Bewertung einer Arbeit zu einem „Ungenügend“.
Die Quellenangabe folgt im Text direkt im Anschluss an das wörtliche oder sinngemäße Zitat in Klammern, es gibt keine Fußnoten o.ä. Jedes wörtliche Zitat wird in „Anführungszeichen“ gesetzt, auch einzelne Begriffe oder Phrasen.
Bei einem wörtlich wiedergegebenen Zitat sieht die Quellenangabe folgendermaßen aus: „Hier steht der aus der Quelle übernommene Text im genauen Wortlaut“ (Autor Jahr: Seite).

  • Beispiel:
    „Der Verstehensprozess ist nie abgeschlossen. Er muss immer wieder von neuem aufgegriffen werden.“ (Kistner 2005: 27)

Enthält ein wörtlich wiedergegebenes Zitat selbst Zitate (Zitat im Zitat) oder in „Anführungsstriche“ gesetzte Begriffe, werden daraus im wiedergegebenen Zitat einfache ‚Anführungsstriche’ (benutzt dafür die Apostroph-Taste).

  • Beispiel:
    Der Originaltext lautet: Der Terminus „Begegnung“ meint i.d.R. eine persönliche Begegnung, ein Treffen zweier Menschen.
    Wenn ich diesen Text zitiere, dann sieht das so aus:
    „Der Terminus ‚Begegnung’ meint i.d.R. eine persönliche Begegnung, ein Treffen zweier Menschen.“ (Röhrig 2000: 117)

Wenn ein Text gekürzt wird, werden Auslassungen durch drei in Klammern gesetzte Punkte deutlich gemacht: (...)

  • Beispiel:
    Der Originaltext lautet:
    Diese Einrichtungen haben als Gemeinsamkeit, dass die Bereiche Wohnen, Arbeit und Freizeit gleichwertig und räumlich in der gleichen Großeinrichtung angeboten werden.
    Wenn ich diesen Text gekürzt zitiere, also etwas auslasse, sieht das so aus:
    „Diese Einrichtungen haben als Gemeinsamkeit, dass die Bereiche (...) in der gleichen Großeinrichtung angeboten werden.“ (Böing 2000: 217)

Umstellungen, die durch den Satzbau notwendig werden, werden gekennzeichnet, indem die betroffenen (veränderten) Worte in Klammern gesetzt werden. Der zitierte Satz darf nur umgestellt werden, es darf keine Neuformulierungen oder Begriffe geben, die nicht im Original stehen!

  • Beispiel:
    Der Originaltext lautet:
    In Dorfgemeinschaften gibt es demgegenüber eine dörfliche Infrastruktur, die ein Verlassen des Dorfes nicht erforderlich erscheinen lässt.
    Wenn ich diesen Text in meinen eigenen Satz einbauen möchte, sieht das so aus:
    Der Autor stellt fest, dass es „(i)n Dorfgemeinschaften (...) demgegenüber eine dörfliche Infrastruktur (gibt), die ein Verlassen des Dorfes nicht erforderlich erscheinen lässt.“ (Böing 2000: 217)

Hervorhebungen im Original werden übernommen. Es wird in Klammern darauf hingewiesen.

  • Beispiel:
    Der Originaltext sieht so aus:
    Die Überlegungen zur Arbeit mit Bilderbüchern geschehen vor dem fachdidaktischen Hintergrund eines offenen und subjektorientierten Religionsunterrichts.
    Wenn ich diesen Text zitiere, sieht das so aus:
    „Die Überlegungen zur Arbeit mit Bilderbüchern geschehen vor dem fachdidaktischen Hintergrund eines offenen und subjektorientierten Religionsunterrichts (Hervorhebung im Original).“ (Röhrig 2000: 117)

Eigene Hervorhebungen sind ebenfalls in Klammern anzuzeigen und mit den eigenen Initialen (bei mir also I.H.) zu versehen. Sie sollen möglichst sparsam verwendet werden.

  • Beispiel:
    Der Originaltext lautet:
    „Schwerstbehindert“ im Sinne der hier vorgelegten Arbeit ist immer eine komplexe Beeinträchtigung des ganzen Menschen in allen seinen Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten.
    Wenn ich diesen Satz zitiere und dabei einige Begriffe besonders hervorheben möchte, sieht das so aus:
    „‚Schwerstbehindert‛ im Sinne der hier vorgelegten Arbeit ist immer eine komplexe Beeinträchtigung des ganzen Menschen in allen (Hervorhebungen I.H.) seinen Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten.“ (Fröhlich 1993: 11)

Die Rechtschreibung des Zitats wird übernommen, auch wenn sie veraltet oder falsch ist. Es wird durch ein (!) hinter dem Fehler darauf hingewiesen.

  • Beispiel:
    Nehmen wir an, im Originaltext würde stehen:
    Das Jahr hat zwöhlf Monate.
    Wenn ich diesen Satz zitiere, sieht das so aus:
    „Das Jahr hat zwöhlf (!) Monate.“

Wenn ihr einen Text übernehmt, der in eurer Quelle zitiert wird (Zitat aus zweiter Hand), dann gebt ihr nur die Quelle an, die ihr vor euch liegen habt und zwar sowohl im Text als auch im Quellenverzeichnis:

  • Beispiel:
    Mir liegt ein Artikel des Autoren Markowetz vor. Darin steht folgender Satz:
    Nahrstedt bringt zum Ausdruck: „Freizeit meint im Kern eine Zeit größtmöglicher, individueller Freiheit. Sie ist der Handlungsraum (...), über den nach persönlichen Wünschen in individueller Disposition entschieden werden kann.“ (Nahrstedt, 1979, S. 25)
    Ihr möchtet lediglich das Zitat von Nahrstedt in euren Text übernehmen. Das sieht dann so aus:
    „Freizeit meint im Kern eine Zeit größtmöglicher, individueller Freiheit. Sie ist der Handlungsraum (...), über den nach persönlichen Wünschen in individueller Disposition entschieden werden kann.“ (Nahrstedt, zit. nach Markowetz 2007: 259)

Bei Internet-Zitaten werden im Text ebenfalls immer Verfasser, Jahr und Seitenzahl genannt, wobei letztere manchmal nicht bekannt sind. Bei einem Text ohne Jahresangabe ist allerdings schon Vorsicht in Hinblick auf die Fachlichkeit geboten! In diesem Fall steht in der Angabe die Abkürzung für „ohne Jahr“ (o.J.) und „ohne Seite“ (o.S.).
Es gibt allerdings KEINE Quellenangabe ohne Autoren!!! Wenn bei Online-Artikeln kein Autorenname auf der entsprechenden Seite angegeben ist, dann ist evtl. im Impressum ein Herausgeber zu finden. Andernfalls mangelt es der Quelle an Fachlichkeit und ihr solltet sie mit äußerster Vorsicht und nur im Notfall verwenden!
Artikel aus Wikipedia sind keine Fachartikel und sollten am besten gar nicht, auf keinen Fall als einzige Quelle benutzt werden, um eine Aussage zu belegen!
Achtet auf die korrekte Angabe von Internet-Quellen im Quellenverzeichnis!

  • Beispiel:
    Mein Zitat mit Quellenangabe lautet:
    „Der Reigen wird durch die Erzieherin angeleitet und zählt damit zu den geführten Tätigkeiten der Kinder.“ (Knabe o.J., o.S.)

Eine Paraphrase ist die Zusammenfassung eines Textes in eigenen Worten. Bei einer Paraphrase
wird nicht wörtlich zitiert, deshalb steht sie auch nicht in Anführungsstrichen. Es können Absätze
oder ganze Kapitel zusammengefasst werden. Wenn ich Texte anderer AutorInnen
zusammenfasse, verweise ich entweder dann auf die Quelle, wenn ich den Namen der Autorin
oder des Autors zum ersten Mal nenne oder nach dem jeweiligen Absatz. Wenn ich mich über
mehrere Absätze hin auf dieselbe Quelle berufe, steht diese Angabe hinter jedem Absatz!

  • Beispiel:
    1. Möglichkeit: Fröhlich (1993) nennt bestimmte Wahrnehmungsbereiche, die für die basale Stimulation wichtig sind. Ich möchte sie hier kurz darstellen: ...
    2. Möglichkeit: In der basalen Stimulation sind bestimmte Wahrnehmungsbereiche besonders wichtig. Ich möchte sie hier kurz darstellen: ... (vgl. Fröhlich 1993)

Erstellen eines Quellenverzeichnisses

  • Es werden alle in eurer Arbeit genannten Titel aufgeführt, aber auch nicht mehr!
  • Die Liste wird alphabetisch sortiert nach Nachnamen der Autorinnen und Autoren.
  • Bei mehr als drei Autorinnen oder Autoren für eine Quelle wird der alphabetisch erste Name angegeben und ein u.a. (= und andere) angehängt.
    Bei zwei AutorInnen: Hennes, H./Mauritz, M.
  • Angegeben wird das Erscheinungsjahr der von euch benutzten Auflage. Die Auflage selbst wird nicht genannt.
  • Der Vorname des Autors oder der Autorin wird mit dem ersten Buchstaben abgekürzt.
  • Der Verlag wird bei Fachtexten nicht angegeben.
  • Bücher, Artikel aus Sammelbänden, Zeitschriften- und Online-Artikel werden nicht getrennt aufgelistet. Es gibt nur eine Liste, die alphabetisch nach Nachnamen sortiert ist.
  • Die Quellenangaben von Büchern, Zeitschriften und Online-Artikeln sehen allerdings unterschiedlich aus:
    • Bücher (Monografien = in sich vollständige Abhandlungen zu einer speziellen Fragestellung oder zu einer einzelnen Persönlichkeit usw. Eine Monografie stammt im Regelfall von einer einzigen Person, gelegentlich gibt es Gemeinschaftsarbeiten):
      Name der Autorin/des Autoren (Jahr): Titel. Auflage. Ort

      • Beispiel:
        Kistner, H. (2005): Arbeit und Bewegung. Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen. Düsseldorf
    • Bücher (Sammelbände mit einzelnen Artikeln von verschiedenen AutorInnen):
      Name der Autorin/des Autoren des zitierten Artikels (Jahr): Titel. In: Name der Hrsg.:
      Titel. Ort, Seitenangabe des Artikels von – bis
      Außerdem wird der Sammelband selbst unter dem Namen des Herausgebers (Hrsg.) auch in den Quellennachweis aufgenommen.

      • Beispiel:
        Markowetz, R. (2007): Freizeit. In: Greving, H. (Hrsg.): Kompendium der Heilpädagogik. Band 1. Troisdorf, S. 258 – 271
    • Zeitschriften:
      Name der Autorin/des Autoren des zitierten Artikels (Jahr): Titel. In: Name der Zeitschrift, Jahrgang (Jg.), Nr. des Heftes, Seitenangabe des Artikels von – bis

      • Beispiel:
        Grandin, T. (2006): Eine persönliche Perspektive auf den Autismus. In: Seelenpflege in Heilpädagogik und Sozialtherapie, 25. Jg., Heft 4, S. 14 - 29
    • Online-Artikel:
      Name der Autorin/des Autors oder Hrsg. (Jahr): Titel. [online]. Vollständige URL der benutzten Seite (nicht der Startseite!) [Datum des Downloads]
      Diese Angaben sind auf qualitativ guten Seiten immer zu finden, ggf. im Impressum!
      Sind Daten nicht zu finden, wird hier „o.J.“ (ohne Jahr) angegeben.

      • Beispiel 1:
        Fachschaftsrat Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft der Universität Halle (2007): Apropos ... Plagiate. [online]. http://www.gps.uni-halle.de/fachschaft/downloads/plagiate_2004.pdf [22.03.2009]
      • Beispiel 2:
        Knabe, S. (o.J.): Was ist der Reigen im Waldorfkindergarten? [online] http://www.knabes.de/Waldorfpaedagogik/Reigen_Waldorfkindergarten.shtml [22.03.2009]
4. Fachpraktische Prüfung: Das Kolloquium

Im Kolloquium soll der Nachweis erbracht werden, dass die in der Ausbildung vermittelten Qualifikationen in der Berufspraxis kompetent umgesetzt werden können.
Dies geschieht in Form einer 20-minütigen Präsentation der während des praktischen Teils der Ausbildung erarbeiteten Ergebnisse, an die sich eine 10-minütige Gesprächsrunde anschließt.

Am Kolloquium nehmen die Mitglieder des Prüfungsausschusses teil sowie Studierende des Ita Wegman Berufskollegs. Fachkräfte aus den Einrichtungen (insbesondere die Anleitungen) sind eingeladen und können mit beratender Stimme teilnehmen. Auch andere interessierte Personen können am Kolloquium beiwohnen.

Der Themenbereich für die fachpraktische Prüfung erstreckt sich auf methodische Fragen der Umsetzung von heilerziehungspflegerischen Konzepten.

Die Studierenden teilen vier Wochen vor dem Kolloquium (der genaue Termin wird schriftlich mitgeteilt) der Schulleitung schriftlich das Thema mit, das Gegenstand des Kolloquiums sein soll. Dabei ist es wichtig einen konkreten sowie fachlich und praktisch aussagekräftigen Titel des Kolloquiums zu wählen.Das Thema muss mit der Praxislehrkraft vorher abgesprochen werden. Es soll sich in der Regel auf die Inhalte des Projektes und der Arbeitsproben beziehen. Es muss verständlich formuliert sein, der konkrete Anteil soll ebenso im Thema enthalten sein wie der allgemeine Hintergrund.

Das Ergebnis der fachpraktischen Prüfung wird durch eine Gesamtnote festgestellt. Die Gesamtnote ergibt sich aus der Note für die berufspraktischen Leistungen während der Ausbildung (zweifach) und der Note des Kolloquiums.

Die fachpraktische Prüfung ist bestanden, wenn die Gesamtleistung mit mindestens „ausreichend“ bewertet wird.

Struktur des Kolloquiums

Die Struktur des Kolloquiums beinhaltet folgende Punkte:

  1. Einleitung
    Die Einleitung beinhaltet sowohl die persönliche Vorstellung als auch eine kurze Vorstellung der Einrichtung. Darüber hinaus wird das Thema des Kolloquiums vorgestellt und dessen Bedeutung für die eigene sowie die heilerziehungspflegerische Arbeit allgemein erläutert. Abschließend wird in der Einleitung die Struktur des Kolloquiums dargestellt.
  2. Konkretes Beispiel aus der Praxis
    In diesem Teil des Kolloquiums wird erläutert, wie sich das Thema ergeben hat und welche Ereignisse sowie Personen einen Einfluss darauf hatten. Ebenfalls werden der Gesamtzusammenhang (Institution, Lebensalltag, Gruppengeschehen, ...) und die Absichten im Bezug auf das Thema benannt.
  3. Inhaltliche Vertiefung
    In der inhaltlichen Vertiefung werden der theoretische Hintergrund sowie unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema fachlich dargestellt und kritisch analysiert.
  4. Verknüpfung von Theorie und Praxis
    Bei der Verknüpfung wird der fachliche Kontext in einen Bezug zur eigenen Praxis gestellt. Dabei wird deutlich, wie die Auseinandersetzung mit Fachwissen sowohl die Ziele als auch das Vorgehen und den Verlauf des praktischen Tuns geprägt haben. Des Weiteren werden die Ergebnisse des Prozesses dargestellt.
  5. Reflexion und Ausblick
    Zunächst findet eine Reflexion des gesamten Prozesses statt. Anschließend wird ein Ausblick formuliert, der sich auf die eigene professionelle Handlungskompetenz bezieht.
  6. Übertragungsmöglichkeiten
    Hierbei werden Bereiche benannt, in welchen Andere von den Ergebnissen profitieren können. Außerdem wird die Bedeutung der eigenen Erkenntnisse für das heilerziehungspflegerische Arbeiten allgemein und die konkrete Arbeit in der Einrichtung dargestellt.
  7. Abschluss und Überleitung zur Gesprächsrunde

Bewertungskriterien für das Kolloquium

  1. Gliederung, Struktur
    • Gab es eine nachvollziehbare Struktur, war die Darstellung logisch gegliedert?
      Zum Beispiel:

      • Einleitung: Vorstellung der Person, des Arbeitsplatzes, Begründung des Themas, Bezug zur Praxis
      • Hauptteil: Darstellung und Reflexion eines konkreten Beispiels (Ziele – Prozesse – Ergebnisse) aus der eigenen Praxis, theoretischer Hintergrund, Übertragung auf andere Menschen/Situationen
      • Schluss: Zusammenfassung, Fazit, Ausblick in die Zukunft
  2. Praxisbezug
    • Wurde die Bedeutung des Themas für die heilerziehungspflegerische Praxis herausgestellt?
    • Wurde der theoretische Hintergrund mit der eigenen Praxis verbunden?
    • Gab es konkrete Praxisbeispiele?
    • Fand eine Übertragung statt?
    • Wurde der eigene Standpunkt deutlich?
  3. Fachlichkeit
    • Hat eine kritische Selbstreflexion statt gefunden?
    • War die innere Haltung professionell und der Situation / den Menschen angemessen?
    • Wurde eine angemessene Sprache gebraucht?
    • Wurden Fachbegriffe verwendet und richtig gebraucht?
    • Ist der theoretische Hintergrund eines Themas erarbeitet worden (Fachwissen)?
    • Zeigte der/die Studierende professionelle Handlungskompetenz (die Fähigkeit, begründet zu handeln, die eigene Handlung zu reflektieren und sie bei Bedarf im Prozess zu ändern)?
  4. Präsentation
    • War die Präsentation daraufhin angelegt, bei den Zuhörenden einen Lernprozess auszulösen?
    • Wurden Medien angemessen und gezielt eingesetzt?
    • Wurde frei gesprochen?
    • Wurde klar und verständlich gesprochen?
    • Wurde Blickkontakt mit dem Publikum gehalten?
    • War die Präsentation in professioneller Hinsicht authentisch und stimmig?